Mein pädagogisches Profil
Grundlagen und Ziele
Eingewöhnung
Grundlagen
- Kinder sind Menschen, die ebenso wie Erwachsene
respektiert und wertgeschätzt werden wollen. An erster Stelle steht
deshalb für mich Respekt
und Wertschätzung für die Kinder, ihre individuelle
Persönlichkeit und ihre „Arbeit“. Laut der bekannten Pädagogin Maria
Montessori ist Spielen für Kinder nämlich Arbeit, die sie intuitiv und
freiwillig tun und die für ihre Entwicklung wichtig ist.
- Meinen Respekt zeige ich den Kindern auch, indem ich
ihnen Wahlmöglichkeiten gebe und ihnen freie Entscheidungen überlasse, zum
Beispiel, was und wie sie spielen möchten. Dies nennt man Partizipation.
- Für mich als Tagesmutter sind die Kinder meine Gäste.
Zur Gastfreundschaft und
Gastfreundlichkeit gehört, dass ich meinen Gästen
ihren Aufenthalt so sicher, aber auch so angenehm wie möglich gestalte.
Sie sollen sich bei mir gut aufgehoben, in jeder Hinsicht (körperlich und
seelisch) wohl fühlen und mir vertrauen können.
- Auch Gäste dürfen nicht alles tun, was sie wollen. Es
gibt Regeln, die auch die Kinder befolgen müssen und manche Dinge sind
nicht erlaubt, zum Beispiel weil dadurch Gefahr für jemand entsteht, weil
es ungesund oder unhygienisch ist, weil Schaden entstehen kann oder weil
Andere beeinträchtigt werden. Das dafür notwendige Regelverständnis möchte
ich den Kindern vermitteln.
- Die Kinder in meiner Kindertagespflege haben alle in
gleichem Maße Anspruch auf Zuwendung. Im Sinne der Gleichbehandlung und Fairness ist
es mir wichtig, allen Kindern annähernd gleich viel Aufmerksamkeit zu
schenken und sie gerecht zu behandeln.
- Am besten und harmonischsten funktioniert eine
Gemeinschaft auch bei Kindern, wenn sie sich gegenseitig respektieren,
sich nicht gegenseitig verletzen oder beleidigen, wenn Jeder alle anderen
mitmachen lässt, mit ihnen teilt und Jeden an die Reihe kommen lässt.
Dieses Sozialverhalten möchte
ich den Kindern vermitteln.
- Je nach Alter und Entwicklungsstand entwickeln Kinder
bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse. Ich versuche, ihre Entwicklung altersgerecht durch Angebote
zu fördern. Meine Schwerpunkte bei der Förderung
beschreibe ich weiter unten.
- Die Eltern übertragen mir für eine begrenzte Zeit die
Verantwortung für ihre Kinder, solange diese meine Kindertagespflege
besuchen. Dies setzt gegenseitiges
Vertrauen und ein grundlegend gemeinsames Verständnis von
Erziehung voraus. Darüber hinaus ist mir der Austausch mit den Eltern sehr
wichtig, damit wir im Sinne einer positiven Entwicklung ihres Kindes gut
zusammenarbeiten können. Dazu gehört, dass man sich gegenseitig Hinweise
und konstruktives Feedback gibt.
Pädagogische Schwerpunkte
Wie
jede Tagesmutter oder Erzieherin habe ich einen bestimmten Stil und bevorzugte
Methoden, die ich mir aufgrund meiner Erfahrungen bei der Arbeit in
verschiedenen Kitas und während der Ausbildung zur Erzieherin angeeignet habe.
Bei
meiner erzieherischen Arbeit habe ich Ideen gesammelt, die nach meinen
Beobachtungen gut funktionieren – Angebote, bei denen die Kinder mit Spaß und
Begeisterung mitmachen, bei denen es neue Erfahrungen und einen Lerneffekt gibt
– Aktivitäten, bei denen wenig Konflikte und viel Gemeinschaftsgefühl, aber
auch Erfolgserlebnisse, Motivation und neues Selbstvertrauen für die Kinder
entstehen.
Zu
meinen Schwerpunkten gehören …
- der Einsatz von Musik (Singen, Tanzen, rhythmische
Übungen)
- kreatives künstlerisches Gestalten (Malen und Basteln)
- Bewegung drinnen und draußen
- Naturerlebnisse draußen
- Konstruktives Spielen
- Rollenspiele
- Sprachförderung (z.B. durch Anschauen und Besprechen
von Bilderbüchern)
Von Maria
Montessori habe ich mir folgende Ideen zu Eigen gemacht:
- ihren Leitsatz
„Hilf mir, es selbst zu tun“,
d.h. die Idee, dass ich als Erzieherin das Kind beobachte, wie es sich selbst entfaltet und dass ich es bei seiner Entwicklung und seinen Aktivitäten unterstütze und ihm manchmal Anregungen gebe, aber keine Vorgaben mache. - die „Übungen
des täglichen Lebens“,
d.h. die Idee, dass ich das Kind bei alltäglichen Aktivitäten (beim Anziehen, im Haushalt, beim Vorbereiten der Mahlzeiten, im Garten) seinen Fähigkeiten entsprechend mithelfen und dadurch für das Leben üben lasse.
Spaß an Bewegung und Kreativität
Freies Spiel, Bewegung und Kreativität nehmen den größten Teil in unserem Tagesablauf ein. Die Kinder lernen durch Bewegung ihren Körper besser kennen und trainieren dabei alle Sinne. Meine Räume in Koblenz sind so ausgestattet, dass es genügend Platz zum Toben gibt. Natürlich gehen wir auch vor die Tür und erkunden die Umgebung. Auf dem Spielplatz oder im Garten können die Kinder noch ganz andere Sachen ausprobieren und ihre Erfahrungen erweitern. Ich spiele dabei gerne mit und stehe bei neuen Herausforderungen den Kindern helfend zur Seite.
Das Besondere kann jederzeit entdeckt werden: in der Natur finden sich überall Sachen, mit denen man spielen und basteln kann. Mit viel Freude untersuchen wir unsere Umgebung und probieren z.B., womit man Musik machen kann, was sich zum Basten eignet oder spielen einfach im Sandkasten. Für mich ist es immer wieder faszinierend, mit welchem Eifer und welcher Hingabe die Kinder neue Sachen für sich entdecken.
Auch Musik und Singen kommt in meiner Kindertagespflege nicht zu kurz. Durch zusammen gesungene Lieder erweitern und vertiefen die Kinder ihren Wortschatz und lernen schnell, kleine Lieder selbstständig mitzusingen. Ich habe auch einen Vorrat an verschiedenen Instrumenten und Gegenständen, mit denen man Töne erzeugen kann – die Kinder haben damit viel Spaß und werden zu kleinen „Komponisten“.
Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes
Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind, als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu mir aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und eine neue Bezugsperson einzustellen. Durch meine Erfahrungen weiß ich, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für mich ist diese Phase immer wieder spannend und ich freue mich darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.
Je nach Kind dauert die Eingewöhnung zwischen einer und vier Wochen. Sollte es einmal länger dauern, ist das auch in Ordnung – das Kind und die Eltern bestimmen das Tempo. Am Anfang der Eingewöhnung besucht das Kind zusammen mit einem Elternteil unsere Kindertagespflege und sie verbringen gemeinsam einige Stunden hier, wobei sie die neuen Räume, die anderen Kinder und den Tagesablauf kennenlernen.
Im nächsten Schritt, der auch schon nach ein paar Tagen erfolgen kann, verlässt das Elternteil unsere Kindertagespflege für eine Weile – bleibt aber natürlich in der Nähe. Die Dauer der Abwesenheit des Elternteils steigern wir je nach Fortschritt der Eingewöhnung. Ich beobachte Ihr Kind in dieser Zeit sehr aufmerksam und wir besprechen dann die Erfahrungen, die Ihr Kind in Ihrer Abwesenheit gemacht hat. Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich Ihr Kind wohl bei uns fühlt und auch Sie ein gutes Gefühl dabei haben, es den Tag über durch mich betreuen zu lassen.
Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft
Eine gute und offene Zusammenarbeit zwischen Eltern und mir ist für das Kind und seine Entwicklung sehr wichtig. Durch die kleine Gruppengröße haben wir in jeder Bring- und Holsituation ein bisschen Zeit über den Tag und die Erlebnisse zu sprechen. Für intensiveren Austausch haben wir auch Elternabende oder Sie sprechen mich einfach an und wir suchen nach einem gemeinsamen Termin.
Besprechen werden wir fortlaufend organisatorische Aspekte, Entwicklungsschritte und spezifische Fragen zum Kind in der Gruppe. Sie als Eltern können mich auch zu pädagogischen Sachen fragen – ich teile mein Wissen und meine Erfahrungen gerne mit Ihnen. Ich weiß, dass auch die Eltern immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen und dass es dabei vielfältige Fragen gibt.